DPM
DPM (Direct Part Marking) bezeichnet die dauerhafte Kennzeichnung direkt auf dem Bauteil – ohne Etikett. Der Code, fast immer ein DataMatrix, wird per Laser, Nadelprägung oder Tintenstrahl in Metall, Kunststoff oder Glas eingebracht und begleitet das Teil über seine gesamte Lebensdauer: durch Lackierung, Reinigung und Jahre im Einsatz.
DPM ist der Standard überall dort, wo Etiketten nicht überleben oder nicht zulässig sind: Motorenteile im Automotive, chirurgische Instrumente, Luftfahrtkomponenten, Werkzeuge. Die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Teils – oft über Jahrzehnte – ist das Ziel.
Das Lesen ist die eigentliche Kunst: geringer Kontrast, glänzende oder gekrümmte Oberflächen und geprägte statt gedruckter Module verlangen spezielle DPM-Scanner mit angepasster Beleuchtung (Dome-, Dunkelfeld-Licht) und Dekodier-Algorithmen. Ein Standard-Imager scheitert an vielen DPM-Codes.
Die Codequalität wird nach eigenen Normen bewertet (ISO/IEC TR 29158 / AIM DPM), weil die Druckqualitätsnormen für Etiketten hier nicht greifen.
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Häufige Fragen
Ja. DPM-fähige 2D-Imager – etwa entsprechende Modelle von Zebra, Honeywell oder Datalogic – bringen spezielle Beleuchtung und Algorithmen für kontrastarme, geprägte oder gelaserte Codes mit.
Fast immer DataMatrix: Er bleibt bei kleinsten Abmessungen lesbar und verkraftet dank Fehlerkorrektur die raue Oberfläche. QR wird bei DPM selten verwendet.
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