RFID

RFID für Lagerverwaltung und Logistik.

Ganze Paletten in einer Bewegung erfassen, Behälter über den Kreislauf verfolgen, Inventur im Vorbeigehen: RFID kann das – wenn Prozess, Transponder und Hardware zusammenpassen. Wir liefern die Bausteine und sagen vorher, wann sich der Aufwand rechnet und wann der Barcode die bessere Antwort bleibt.

Wo RFID seine Stärken hat

UHF-RFID erfasst viele Transponder gleichzeitig und ohne Sichtverbindung – die Basis für Anwendungen, an denen der Barcode scheitert: Wareneingang und Warenausgang im Tor, Behälter- und Mehrwegverfolgung, Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung, Inventur mit dem Handgerät im Vorbeigehen. Auf dem Transponder steht dabei meist ein EPC – die serialisierte Fortsetzung der GS1-Identifikation, die Sie vom Barcode kennen.

Ein Standortvorteil, den es in Deutschland nicht gibt

UHF-RFID arbeitet europaweit im Band 865,6 bis 867,6 MHz mit bis zu 2 Watt ERP. Österreich hat darüber hinaus das obere Band zugeteilt: Laut der GS1-Übersicht der UHF-Frequenzzuteilungen (Stand 12.11.2024) sind hier 916,1 bis 918,9 MHz mit 4 Watt ERP auf den Mittenfrequenzen 916,3, 917,5 und 918,7 MHz möglich. Deutschland führt diese Zuteilung nicht. Bei breiten Toren und dicht gepackten Paletten entscheidet dieser Spielraum oft darüber, ob eine Anlage vollständig liest – was bei der Auswahl der Hardware mitgedacht werden muss.

RFID-Bausteine und typische Anwendungen
BausteinBeispieleTypischer Einsatz
RFID-DruckerZebra ZT411, ZT421, ZD621 in RFID-AusführungEtikett bedrucken und Transponder codieren in einem Durchgang
Mobiles LesegerätZebra RFD40 und RFD90 als Aufsatz für Geräte der TC-ReiheInventur, Suche einzelner Objekte, mobile Prüfung
Fester Reader mit AntennenZebra FX9600 mit externen AntennenTore am Warenein- und -ausgang, Übergabepunkte, Förderstrecke
TransponderKlebeetikett mit Inlay, On-Metal-Label, Hard Tag, WäschetagPalette, Behälter, Werkzeug, Textil – Bauform folgt dem Untergrund
Software-AnbindungLagerverwaltung, ERP, MiddlewareLesungen filtern und gegen den erwarteten Beleg halten

So gehen wir vor

Erst der Prozess und die Frage, wo heute Zeit durch Einzelerfassung verloren geht. Dann ein Aufbau mit echter Ware in echter Umgebung, weil Reichweiten aus Datenblättern neben einem Stahlregal nichts bedeuten. Erst danach die Anlage. Als Partner von Zebra liefern wir Drucker, Lesegeräte und Transponder aus einer Hand – inklusive Anbindung an Lagerverwaltung und ERP. Grundlagen zu RFID und NFC stehen im Glossar, passende RFID-Etiketten im Etikettenbereich.

Alles zu RFID im Lager

Elf Beiträge von der Entscheidungsfrage bis zur Technik – geschrieben für Betriebe, die wissen wollen, worauf sie sich einlassen.

Barcode oder RFID – wo liegt der Unterschied?

RFID gilt als der modernere Barcode. Technisch stimmt das, praktisch führt es in die Irre: Es sind zwei Verfahren mit unterschiedlichen Fehlerbildern und unterschiedlichen Kostenstrukturen. In fast jedem Lager, das beide kennt, laufen auch beide – nur nicht an derselben Stelle. Wer versteht, wie sie sich unterscheiden, entscheidet nicht mehr zwischen ihnen, sondern verteilt sie.

Beitrag lesen

RFID im Lager: lohnt sich das?

RFID wird gern als der nächste Schritt nach dem Barcode verkauft. Das ist die falsche Erzählung. RFID ist kein besserer Barcode, sondern eine andere Technik mit anderen Stärken und anderen Kosten. Es gibt Lager, in denen sie sich in einem Jahr bezahlt macht, und Lager, in denen sie Geld kostet, ohne einen einzigen Ablauf zu verbessern. Der Unterschied lässt sich vorher bestimmen.

Beitrag lesen

RFID: Vorteile und Nachteile

Zu RFID gibt es zwei Arten von Texten: solche, die eine Revolution ankündigen, und solche, die nach einem gescheiterten Projekt geschrieben wurden. Beide sind wenig hilfreich. RFID ist ein Werkzeug mit klar beschreibbaren Stärken und ebenso klar beschreibbaren Grenzen – und die Grenzen zu kennen ist der wichtigere Teil, weil sie über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden.

Beitrag lesen

Was kostet RFID?

Auf die Frage, was RFID kostet, gibt es keine Zahl, sondern eine Struktur. Zwei Betriebe mit derselben Lagergröße können um den Faktor zehn auseinanderliegen, je nachdem, ob sie Einwegetiketten auf Kartons kleben oder Hard Tags an Behältern befestigen, die zwanzig Jahre im Umlauf bleiben. Wer die vier Kostenblöcke kennt, kann für den eigenen Fall selbst abschätzen, wo die Rechnung hinläuft.

Beitrag lesen

Inventur mit RFID

Inventur ist der Vorgang, bei dem RFID seinen Vorteil am deutlichsten ausspielt. Statt jeden Artikel zu suchen, zu drehen und zu scannen, geht jemand mit einem Handgerät durch den Gang und liest im Vorbeigehen. Aus Tagen werden Stunden. Was dabei gern untergeht: Eine schnelle Zählung ist noch keine richtige Zählung. Der Unterschied liegt in der Vorbereitung.

Beitrag lesen

RFID im Wareneingang

Der Wareneingang ist die Stelle, an der ein Lager entweder sauber startet oder den ganzen Tag mit falschen Zahlen arbeitet. Wer Lieferungen nur stichprobenartig prüft, weil das vollständige Scannen zu lange dauert, trägt Fehler ins System, die erst Wochen später auffallen. RFID setzt genau hier an – wenn der Abgleich mitgedacht ist.

Beitrag lesen

RFID-Gate und RFID-Tunnel

Die beste Erfassung ist die, für die niemand stehen bleiben muss. Genau das leisten Gate und Tunnel: Sie lesen im Vorbeifahren oder im Durchlauf, ohne dass jemand ein Gerät in die Hand nimmt. Der Unterschied zwischen einer Anlage, die das zuverlässig tut, und einer, der niemand traut, liegt fast nie an der Hardware – sondern an der Abgrenzung des Lesebereichs.

Beitrag lesen

UHF-RFID: Frequenzen und Reichweite

Reichweitenangaben in RFID-Datenblättern sind Laborwerte. Was ein System im Lager tatsächlich schafft, hängt an der Frequenz, an der erlaubten Sendeleistung, an der Antenne und vor allem am Material der Ware. Für österreichische Betriebe gibt es dabei einen Vorteil, der in deutschsprachigen Texten fast nie auftaucht: Hier darf mit mehr Leistung gearbeitet werden als in Deutschland.

Beitrag lesen

RFID-Transponder: Bauformen

Beim Aufbau eines RFID-Systems wird am längsten über Lesegeräte gesprochen und am wenigsten über Transponder. Das ist die falsche Gewichtung. Der Tag bestimmt, ob überhaupt gelesen wird, wie oft er ersetzt werden muss und wie hoch die laufenden Kosten sind. Ein schlecht gewählter Transponder lässt sich mit keinem Lesegerät der Welt reparieren.

Beitrag lesen

RFID-Lesegeräte auswählen

Ein RFID-Lesegerät wird nicht nach Reichweite ausgewählt, sondern nach der Stelle im Ablauf, an der es steht. Ein fest montierter Reader an einer Rampe, ein Handgerät für die Inventur und ein Aufsatz für das vorhandene MDE-Gerät lösen drei verschiedene Aufgaben – und die falsche Bauform lässt sich auch mit guten technischen Daten nicht in die richtige verwandeln.

Beitrag lesen

RFID-Etiketten drucken und codieren

Ein RFID-Etikett entsteht in einem Vorgang, der nach außen aussieht wie normales Etikettendrucken – tatsächlich passieren dabei aber zwei Dinge gleichzeitig. Der Druckkopf bringt Klartext und Barcode auf die Oberfläche, und eine Antenne im Gerät beschreibt den Chip, der im Etikett steckt. Dass beides zusammen funktioniert, ist der eigentliche Grund, warum sich RFID im Betrieb überhaupt betreiben lässt.

Beitrag lesen

Häufige Fragen

Nein, es ergänzt ihn. RFID spielt seine Stärke dort aus, wo ganze Einheiten ohne Sichtverbindung erfasst werden – Palette, Behälter, Ladungsträger. Der Barcode bleibt konkurrenzlos günstig und robust, wo einzeln gegriffen wird. Die meisten Systeme fahren beides, oft sogar auf demselben Etikett.

Ja. Neben dem europaweiten Band 865,6 bis 867,6 MHz mit 2 W ERP ist in Österreich laut GS1-Übersicht (Stand 12.11.2024) auch das obere Band 916,1 bis 918,9 MHz mit 4 W ERP zugeteilt, beschränkt auf drei Mittenfrequenzen. Deutschland führt diese Zuteilung nicht. Für breite Tore und dichte Paletten ist das ein spürbarer Unterschied.

In einer eingemessenen Anlage sehr zuverlässig, aber nicht von selbst. Metall reflektiert, Flüssigkeiten dämpfen, und ein zu stark eingestelltes Tor liest auch Ware mit, die nur daneben steht. Deshalb gehören Antennenausrichtung, Leistungsbegrenzung und der Abgleich gegen einen erwarteten Beleg zu jeder Anlage.

Einen klar umrissenen Prozess – etwa Inventur, Warenausgangskontrolle oder einen Behälterkreislauf –, dazu Transponder in der zum Material passenden Bauform, ein Lesegerät und die Anbindung an das Lagersystem. Und die Antwort auf die Frage, ob dieses System eine Pulk-Lesung gegen einen Beleg halten kann.

Bei Massenartikeln mit niedrigem Warenwert und einmaligem Durchlauf, weil der Transponderpreis bei jeder Einheit erneut anfällt. Und dort, wo ohnehin jeder Artikel einzeln in die Hand genommen wird – dann spart die Erfassung ohne Sichtkontakt keine Zeit. Das sagen wir vorher und nicht nach dem Angebot.

Unsicher, was zu Ihrem Prozess passt?

Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.