Ratgeber

Wissen aus der Praxis.

Entscheidungshilfen zu Etikettendruck, Scannern und Lagerprozessen – herstellerneutral, mit echten Vergleichstabellen, benannten Autoren und sichtbarem Stand. Begriffe von Barcode bis SSCC erklärt das Glossar.

Thermodirekt oder Thermotransfer?

Die beiden Druckverfahren im direkten Vergleich – mit Entscheidungshilfe nach Einsatzdauer, Umgebung und Kosten.

Etikettendrucker für Palettenetiketten im Wareneingang

Anforderungen, Entscheidungsbaum nach Palettenaufkommen und Modellklassen für das GS1-Transportetikett.

Etikettendruck aus SAP

Direkt aus SAP, Adobe Forms oder Etikettensoftware als Middleware? Die drei Wege im Vergleich – mit Empfehlung nach Szenario.

Scanner-Bauformen: welcher Scanner wohin?

Handscanner, Funk, Ring, Präsentation oder Festmontage – die Übersicht nach Arbeitsplatz, mit Faustregeln aus der Praxis.

MDE-Gerät auswählen: die 5 Kriterien

Formfaktor, Robustheit, Scan-Engine, Android-Support und Gesamtkosten – worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt.

Etikettensoftware im Vergleich

BarTender oder NiceLabel (Loftware)? Editionen, Automatisierung und Integration im Vergleich – und für wen welches passt.

Lagersoftware im Hochregallager

Platzstrategien, Doppelspiel, Long-Range-Scanning und Inventur in der Höhe – was ein WMS im Hochregal leisten muss.

Lagerbestand optimieren: 5 Hebel

Bestandsgenauigkeit, ABC-Analyse, Mindestbestände, permanente Inventur und Ladenhüter-Management – geordnet nach Wirkung.

RFID im Lager: lohnt sich das?

RFID wird gern als der nächste Schritt nach dem Barcode verkauft. Das ist die falsche Erzählung. RFID ist kein besserer Barcode, sondern eine andere Technik mit anderen Stärken und anderen Kosten. Es gibt Lager, in denen sie sich in einem Jahr bezahlt macht, und Lager, in denen sie Geld kostet, ohne einen einzigen Ablauf zu verbessern. Der Unterschied lässt sich vorher bestimmen.

Inventur mit RFID

Inventur ist der Vorgang, bei dem RFID seinen Vorteil am deutlichsten ausspielt. Statt jeden Artikel zu suchen, zu drehen und zu scannen, geht jemand mit einem Handgerät durch den Gang und liest im Vorbeigehen. Aus Tagen werden Stunden. Was dabei gern untergeht: Eine schnelle Zählung ist noch keine richtige Zählung. Der Unterschied liegt in der Vorbereitung.

RFID im Wareneingang

Der Wareneingang ist die Stelle, an der ein Lager entweder sauber startet oder den ganzen Tag mit falschen Zahlen arbeitet. Wer Lieferungen nur stichprobenartig prüft, weil das vollständige Scannen zu lange dauert, trägt Fehler ins System, die erst Wochen später auffallen. RFID setzt genau hier an – wenn der Abgleich mitgedacht ist.

UHF-RFID: Frequenzen und Reichweite

Reichweitenangaben in RFID-Datenblättern sind Laborwerte. Was ein System im Lager tatsächlich schafft, hängt an der Frequenz, an der erlaubten Sendeleistung, an der Antenne und vor allem am Material der Ware. Für österreichische Betriebe gibt es dabei einen Vorteil, der in deutschsprachigen Texten fast nie auftaucht: Hier darf mit mehr Leistung gearbeitet werden als in Deutschland.

RFID-Gate und RFID-Tunnel

Die beste Erfassung ist die, für die niemand stehen bleiben muss. Genau das leisten Gate und Tunnel: Sie lesen im Vorbeifahren oder im Durchlauf, ohne dass jemand ein Gerät in die Hand nimmt. Der Unterschied zwischen einer Anlage, die das zuverlässig tut, und einer, der niemand traut, liegt fast nie an der Hardware – sondern an der Abgrenzung des Lesebereichs.

RFID-Transponder: Bauformen

Beim Aufbau eines RFID-Systems wird am längsten über Lesegeräte gesprochen und am wenigsten über Transponder. Das ist die falsche Gewichtung. Der Tag bestimmt, ob überhaupt gelesen wird, wie oft er ersetzt werden muss und wie hoch die laufenden Kosten sind. Ein schlecht gewählter Transponder lässt sich mit keinem Lesegerät der Welt reparieren.

RFID-Lesegeräte auswählen

Ein RFID-Lesegerät wird nicht nach Reichweite ausgewählt, sondern nach der Stelle im Ablauf, an der es steht. Ein fest montierter Reader an einer Rampe, ein Handgerät für die Inventur und ein Aufsatz für das vorhandene MDE-Gerät lösen drei verschiedene Aufgaben – und die falsche Bauform lässt sich auch mit guten technischen Daten nicht in die richtige verwandeln.

RFID-Etiketten drucken und codieren

Ein RFID-Etikett entsteht in einem Vorgang, der nach außen aussieht wie normales Etikettendrucken – tatsächlich passieren dabei aber zwei Dinge gleichzeitig. Der Druckkopf bringt Klartext und Barcode auf die Oberfläche, und eine Antenne im Gerät beschreibt den Chip, der im Etikett steckt. Dass beides zusammen funktioniert, ist der eigentliche Grund, warum sich RFID im Betrieb überhaupt betreiben lässt.

RFID: Vorteile und Nachteile

Zu RFID gibt es zwei Arten von Texten: solche, die eine Revolution ankündigen, und solche, die nach einem gescheiterten Projekt geschrieben wurden. Beide sind wenig hilfreich. RFID ist ein Werkzeug mit klar beschreibbaren Stärken und ebenso klar beschreibbaren Grenzen – und die Grenzen zu kennen ist der wichtigere Teil, weil sie über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden.

Was kostet RFID?

Auf die Frage, was RFID kostet, gibt es keine Zahl, sondern eine Struktur. Zwei Betriebe mit derselben Lagergröße können um den Faktor zehn auseinanderliegen, je nachdem, ob sie Einwegetiketten auf Kartons kleben oder Hard Tags an Behältern befestigen, die zwanzig Jahre im Umlauf bleiben. Wer die vier Kostenblöcke kennt, kann für den eigenen Fall selbst abschätzen, wo die Rechnung hinläuft.

Lagerverwaltungssoftware mit Scanner-Integration

Fast jede Lagersoftware wirbt damit, dass sie Scanner unterstützt. Das kann heißen, dass ein Handgerät Ziffern in ein Eingabefeld tippt – oder dass die Software jeden Scan gegen den Bestand prüft, sofort bucht und in derselben Sekunde an das ERP weitergibt. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der Unterschied zwischen etwas weniger Papier und einem Lager, dessen Zahlen stimmen.

Was ist ein integriertes Lagerverwaltungssystem?

Fast jeder Anbieter nennt sein System „integriert". Der Begriff sagt aber nur dann etwas aus, wenn klar ist, womit es integriert ist – und was das im Tagesgeschäft konkret ändert.

Wie funktioniert ein Lagerverwaltungssystem?

Ein Lagerverwaltungssystem verwaltet nicht nur Bestände, es führt Menschen. Am besten versteht man das entlang des Weges, den eine Palette vom Tor bis zum LKW nimmt.

Welche Arten von Lagerverwaltungssystemen gibt es?

Zwischen dem Lagermodul im ERP und einem vollwertigen Lagerverwaltungssystem liegen Welten – im Funktionsumfang wie im Preis. Die vier gängigen Kategorien und wofür sie taugen.

Was sind die fünf Aufgaben der Lagerhaltung?

Die Betriebswirtschaft kennt fünf klassische Aufgaben der Lagerhaltung. Sie klingen theoretisch, erklären aber ziemlich genau, warum in einem Lager überhaupt Ware liegt – und wo Bestand sinnvoll ist statt nur teuer.

Was kostet eine Lagersoftware?

Auf die Frage nach dem Preis gibt es keine seriöse Zahl ohne Rückfragen – aber sehr wohl eine klare Antwort darauf, welche Faktoren den Preis treiben und welche Posten im Budget gern vergessen werden.

Warum kostenlose Lagerverwaltungssoftware selten die richtige Wahl ist

Gratis-Lagersoftware ist verlockend, wenn das Budget knapp ist. Der Haken liegt selten in der Software selbst – sondern in dem, was rundherum fehlt.

Warum jedes Lager ein Barcode-System braucht

Kein Lagerprojekt scheitert daran, dass die Software zu wenig kann. Es scheitert daran, dass niemand eindeutig sagen kann, welcher Artikel gerade wo liegt. Genau das löst ein Barcode-System.

Barcode oder RFID – wo liegt der Unterschied?

RFID gilt als der modernere Barcode. Technisch stimmt das, praktisch führt es in die Irre: Es sind zwei Verfahren mit unterschiedlichen Fehlerbildern und unterschiedlichen Kostenstrukturen. In fast jedem Lager, das beide kennt, laufen auch beide – nur nicht an derselben Stelle. Wer versteht, wie sie sich unterscheiden, entscheidet nicht mehr zwischen ihnen, sondern verteilt sie.

Welche Scanner-Arten werden im Lager eingesetzt?

Im Lager kommen selten alle Scanner-Arten gleichzeitig zum Einsatz – aber fast nie reicht eine einzige. Welche Bauform an welchen Arbeitsplatz gehört, entscheidet über das Tempo.

Barcode-Scanner installieren: so geht es

Ein Barcode-Scanner ist im Grunde eine Tastatur, die sehr schnell tippt. Genau daraus ergeben sich die drei Dinge, die bei der Einrichtung fast immer schiefgehen – und wie man sie vermeidet.

Barcode-Scanner warten und länger nutzen

Scanner gehen selten kaputt, weil sie schlecht sind. Sie gehen kaputt, weil sie fallen, verschmutzen oder mit leerem Akku liegen bleiben. Alle drei Ursachen lassen sich mit wenig Aufwand entschärfen.

Fünf Probleme beim Scannen – und ihre Ursachen

Wenn ein Code nicht gelesen wird, liegt es fast nie am Scanner. In der überwiegenden Zahl der Fälle steckt die Ursache im Etikett – und lässt sich mit wenigen Handgriffen beheben.

Lagerdigitalisierung mit Förderung finanzieren

Digitalisierungsvorhaben im Lager sind in Österreich häufig förderfähig – vorausgesetzt, man stellt den Antrag, bevor bestellt wird. Dieser Punkt kostet in der Praxis die meisten Förderungen.

Lagerverwaltung mit Lagersoftware

In vielen Lagern läuft die Verwaltung über Erfahrung, Excel und Zuruf. Das funktioniert – bis das Sortiment wächst, die Fluktuation steigt oder ein Schlüsselmitarbeiter fehlt. Genau dort setzt Lagersoftware an.

Lagerverwaltung mit Barcode-Scannern

Der Scanner ist das Bindeglied zwischen der realen Ware und dem Bestand im System. Ohne ihn bleibt jede Lagersoftware eine Theorie – mit ihm wird sie zum Werkzeug.

Wann ein Warehouse Management System unverzichtbar wird

Ein Warehouse Management System ist nicht für jedes Lager nötig. Es gibt aber Symptome, an denen sich zuverlässig ablesen lässt, dass die bisherige Lösung an ihre Grenze gekommen ist.

WMS oder ERP-Lagermodul – was passt wann?

Die Frage stellt sich in fast jedem Digitalisierungsprojekt: Reicht das Lagermodul im vorhandenen ERP, oder braucht es ein eigenes Lagerverwaltungssystem? Die ehrliche Antwort hängt an wenigen Kriterien.

Digitale Lagerverwaltung: Nutzen und Anwendungen

Digitale Lagerverwaltung ist kein Produkt, sondern eine Sammlung von Anwendungen. Der Nutzen entsteht nicht durch Technik an sich, sondern durch die Reihenfolge, in der man sie einführt.

Beleglose Kommissionierung: die Vorteile

Die Papierliste ist der letzte Medienbruch im Lager: Sie wird gedruckt, abgearbeitet, zurückgetragen und nacherfasst. Beleglos heißt, diesen Umweg zu streichen.

Kommissionierung optimieren: die wirksamsten Hebel

Die Kommissionierung ist in den meisten Lagern der teuerste Prozess – und der mit dem größten ungenutzten Potenzial. Fünf Hebel, geordnet nach Wirkung pro investiertem Euro.

Bestandsaufnahme im Lager: worauf es ankommt

Eine Bestandsaufnahme ist selten schwierig – sie ist meist nur schlecht vorbereitet. Wer die Vorarbeit ernst nimmt, zählt in Stunden statt in Tagen.

Inventur mit Barcode-Scanner

Die Inventur ist der Tag, an dem sich rächt, was das ganze Jahr über schlampig gebucht wurde. Mit Scanner wird sie nicht nur schneller – sie wird auch ehrlicher.

Warum KMU ihre Logistik digitalisieren sollten

Digitalisierung klingt nach Großprojekt und Beraterhonorar. Im Lager ist sie meist etwas sehr Handfestes: Etiketten an den Regalen und Geräte in den Händen der Leute.

In sechs Schritten zum zukunftssicheren Lager

Ein Lager wird nicht durch eine große Investition zukunftssicher, sondern durch eine sinnvolle Reihenfolge kleiner Schritte. Dieser Fahrplan hat sich in der Praxis bewährt.

Digitalisierung der Lieferkette

Lieferkette digitalisieren heißt nicht, ein weiteres Portal einzuführen. Es heißt, dass Waren und Daten denselben Weg nehmen – und an jedem Übergabepunkt zusammenpassen.

Staplerterminals: Effizienz in der Fahrerkabine

Solange der Staplerfahrer für jede Buchung absteigt, verliert der teuerste Arbeitsplatz im Lager Zeit. Ein Terminal in der Kabine beendet das Auf und Ab.

Wie mobile Datenerfassung die Lagerhaltung verbessert

Der Unterschied zwischen einem Lager mit und ohne mobile Datenerfassung ist nicht die Technik – es ist der Zeitpunkt, zu dem gebucht wird.

Mobile Datenerfassung im Gesundheitswesen

Im Krankenhaus ist ein Scan mehr als eine Buchung: Er verbindet Patient, Medikament und Probe eindeutig miteinander. Fehler an dieser Stelle sind keine Bestandsdifferenz, sondern ein Sicherheitsrisiko.

Lagerverwaltung in der Apotheke

In der Apotheke treffen zwei Anforderungen aufeinander: ein sehr großes Sortiment bei knappem Platz – und regulatorische Vorgaben, bei denen es keinen Spielraum gibt.

Robuste Tablets für die Baustelle

Auf der Baustelle scheitern Tablets selten an der Rechenleistung. Sie scheitern an Regen, Staub, Sonnenlicht und dem Sturz von der Leiter.

Mobile Geräte im Einzelhandel

Im Handel entscheidet sich viel auf der Fläche: Ob das Regal gefüllt ist, ob der Preis stimmt, ob ein Artikel überhaupt noch im Haus ist. Mobile Geräte bringen diese Antworten dorthin, wo die Frage entsteht.

Den richtigen Versandetikettendrucker wählen

Am Packtisch entscheidet der Drucker über den Takt. Steht er, steht der Versand – deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl auf die richtigen Dinge zu achten.

Drohnen in der Lagerlogistik

Drohnen, die nachts durchs Hochregal fliegen und Bestände zählen, sind längst keine Messeidee mehr. Realistisch einsetzbar sind sie aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Lagerverwaltungssoftware für kleine Unternehmen

Lagerverwaltungssoftware gilt als etwas für große Lager. Das stimmt für die großen Systeme – aber nicht für die Aufgabe dahinter. Ein Betrieb mit 800 Artikeln und zwei Mitarbeitern im Lager hat dasselbe Grundproblem wie einer mit 80.000: Der Bestand im System stimmt nur, solange jemand daran denkt, ihn zu pflegen.

DataMatrix-Code scannen: Aufbau, Lesbarkeit, Geräte

DataMatrix ist der Code für alles, was zu klein für einen Strichcode ist – Platinen, Instrumente, Bauteile, Medikamentenpackungen. Er speichert mehr Daten auf weniger Fläche als jeder 1D-Code und lässt sich sogar direkt ins Material einbringen. Genau das macht ihn aber auch anfälliger für Lesefehler, wenn Druck, Optik oder Beleuchtung nicht zusammenpassen.