Glossar

Auto-ID von A bis Z.

Die wichtigsten Begriffe aus Barcode, Kennzeichnung und Lagerprozess – kurz definiert, mit dem Praxisbezug, der in Normtexten fehlt: Was bedeutet das für Druck, Scanner und den eigenen Ablauf?

Application Identifier (AI)

Application Identifier (AI) sind die genormten Datenbezeichner des GS1-Systems: zwei- bis vierstellige Präfixe, die festlegen, welche Inform…

Auto-ID (AIDC)

Auto-ID (Automatic Identification) – auch AIDC (Automatic Identification and Data Capture) – ist der Oberbegriff für alle Technologien, die …

Aztec Code

Der Aztec Code ist ein 2D-Matrixcode mit einem charakteristischen quadratischen „Bullauge" in der Mitte. Er benötigt keine Ruhezone um den C…

Barcode

Ein Barcode (Strichcode) ist eine maschinenlesbare Darstellung von Daten aus parallelen Strichen und Lücken (1D) oder aus Punktmustern in de…

Barcode-Verifier

Ein Barcode-Verifier ist ein Prüfgerät, das die Qualität gedruckter Codes objektiv nach Norm bewertet – ISO/IEC 15416 für lineare Barcodes, …

Charge (Lot)

Eine Charge (englisch Lot oder Batch) ist die Menge eines Produkts, die unter einheitlichen Bedingungen gefertigt wurde – ein Produktionslau…

Code 128

Code 128 ist ein hochverdichteter eindimensionaler Barcode, der den vollen ASCII-Zeichensatz kodieren kann – Ziffern, Buchstaben und Sonderz…

Code 39

Code 39 ist einer der ältesten alphanumerischen Barcodes: Er kodiert Ziffern, Großbuchstaben und einige Sonderzeichen und ist extrem robust …

DataMatrix

Der DataMatrix-Code ist ein zweidimensionaler Matrixcode, der große Datenmengen auf sehr kleiner Fläche speichert – bis zu einigen Tausend Z…

DPM

DPM (Direct Part Marking) bezeichnet die dauerhafte Kennzeichnung direkt auf dem Bauteil – ohne Etikett. Der Code, fast immer ein DataMatrix…

EAN

EAN (European Article Number) bezeichnet den Strichcode, der auf nahezu jedem Verkaufsprodukt im Handel steht. Die gängige Form EAN-13 kodie…

EPC

Der EPC (Electronic Product Code) ist das GS1-Identifikationsschema für RFID: eine weltweit eindeutige Kennung, die auf dem Chip eines UHF-T…

GLN

Die GLN (Global Location Number) ist die 13-stellige GS1-Nummer zur eindeutigen Identifikation von Unternehmen, Standorten und Organisations…

GS1

GS1 ist die internationale Non-Profit-Organisation, die die weltweit gültigen Standards für die Identifikation von Produkten, Versandeinheit…

GS1 DataMatrix

GS1 DataMatrix ist der DataMatrix-Code mit GS1-Datenstruktur: Ein FNC1-Startzeichen kennzeichnet den Inhalt als GS1-Elementstring mit Applic…

GS1-128

Der GS1-128 ist die genormte Variante des Code 128 für die offene Lieferkette. Über Application Identifier (AI) in Klammern strukturiert er …

GTIN

Die GTIN (Global Trade Item Number) ist die weltweit eindeutige Artikelnummer des GS1-Systems. Sie identifiziert eine Handelseinheit – vom e…

ITF-14

Der ITF-14 ist ein 14-stelliger 1D-Barcode des GS1-Systems, der die GTIN-14 einer Handelseinheit kodiert – typischerweise auf Umkartons und …

MDE-Gerät

Ein MDE-Gerät (mobile Datenerfassung) ist ein robuster Handheld-Computer mit integriertem Barcode-Scanner, auf dem Lagerprozesse als Softwar…

MDM (Mobile Device Management)

MDM (Mobile Device Management, heute oft EMM/UEM) ist die zentrale Verwaltung mobiler Geräte: Konfiguration, App-Verteilung, Updates und Sic…

MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum)

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine spezifischen Eigenschaften behält. Auf Ha…

NFC

NFC (Near Field Communication) ist eine Funktechnik für sehr kurze Distanzen von wenigen Zentimetern, technisch ein Spezialfall der RFID-Tec…

OCR

OCR (Optical Character Recognition) ist die maschinelle Erkennung von Klarschrift: Eine Kamera erfasst gedruckten Text, die Software wandelt…

PDF417

PDF417 ist ein gestapelter 2D-Barcode: mehrere 1D-ähnliche Codezeilen übereinander, die zusammen bis zu rund 1.800 Zeichen aufnehmen. Er ist…

Print & Apply

Print & Apply bezeichnet Systeme, die ein Etikett mit variablen Daten drucken und unmittelbar danach automatisch auf Produkt, Karton oder Pa…

Prüfziffer

Die Prüfziffer (Check Digit) ist die letzte Stelle vieler Identnummern – GTIN, EAN, SSCC, GLN – und wird nach einem festen Algorithmus aus d…

QR-Code

Der QR-Code (Quick Response) ist ein zweidimensionaler Matrixcode mit drei markanten Positionsquadraten in den Ecken. Er speichert je nach V…

Quiet Zone (Ruhezone)

Die Quiet Zone (Ruhezone) ist der zwingend freizuhaltende helle Bereich unmittelbar vor und nach einem Barcode. Sie signalisiert dem Scanner…

RFID

RFID (Radio Frequency Identification) identifiziert Objekte per Funk: Ein Transponder (Tag) am Objekt antwortet auf das Feld eines Lesegerät…

Scan-Engine

Die Scan-Engine ist das Lesemodul in Scannern, MDE-Geräten und Terminals: Optik, Beleuchtung und Decoder, die aus dem Kamerabild den Barcode…

Seriennummer

Die Seriennummer identifiziert ein einzelnes Exemplar eines Produkts – im Unterschied zur Charge, die eine ganze Fertigungsmenge bezeichnet.…

SSCC / NVE

Der SSCC (Serial Shipping Container Code, deutsch NVE – Nummer der Versandeinheit) ist eine 18-stellige, weltweit eindeutige Seriennummer fü…

Thermodirektdruck

Beim Thermodirektdruck erhitzt der Druckkopf wärmeempfindlich beschichtetes Thermopapier punktgenau – die Beschichtung verfärbt sich schwarz…

Thermotransferdruck

Beim Thermotransferdruck schmilzt der Druckkopf Farbe von einem Farbband (Ribbon) auf das Etikett. Das Druckbild liegt als eigene Farbschich…

Traceability (Rückverfolgbarkeit)

Traceability (Rückverfolgbarkeit) ist die Fähigkeit, den Weg eines Produkts durch die Lieferkette lückenlos nachzuvollziehen – vorwärts („Wo…

Transportetikett (GS1-Logistiklabel)

Das GS1-Transportetikett (Logistiklabel) ist das genormte Etikett auf Paletten und Versandeinheiten. Sein Pflichtelement ist der SSCC als GS…

UDI

UDI (Unique Device Identification) ist das System zur eindeutigen Kennzeichnung von Medizinprodukten, in der EU verpflichtend über die Mediz…

WMS

Ein WMS (Warehouse Management System) ist die Software, die den physischen Lagerbetrieb steuert: Lagerplätze, Wareneingang, Einlagerung, Kom…

X-Dimension

Die X-Dimension ist die nominale Breite des schmalsten Elements eines Barcodes – beim 1D-Code der schmalste Balken, beim 2D-Code die Kantenl…

ZPL

ZPL (Zebra Programming Language) ist die Kommandosprache der Zebra-Etikettendrucker: Ein Etikett wird als Textbefehle beschrieben – Position…

Die wichtigsten Auto-ID-Technologien auf einen Blick

Auto-ID-Technologien im Überblick: Typ und typischer Einsatzbereich
TechnologieTypTypischer Einsatz
Code 391D-BarcodeÄltere Industrie- und Behördenanwendungen, einfache interne Kennzeichnung
Code 1281D-BarcodeLogistik und interne Prozesse – kompakt, hohe Datendichte
GS1-1281D-Barcode (standardisiert)Transportetiketten, Lieferketten-Daten mit Application Identifiern
EAN-13 / GTIN1D-Barcode (standardisiert)Handel und Kassensysteme, weltweite Artikelidentifikation
ITF-141D-Barcode (standardisiert)Umkartons und Handelseinheiten, direkt auf Wellpappe druckbar
DataMatrix2D-CodeKleinteile, Elektronik, Direktmarkierung (DPM) auf engstem Raum
GS1 DataMatrix2D-Code (standardisiert)Pharma (securPharm), Medizinprodukte (UDI), regulierte Branchen
QR-Code2D-CodeMarketing, Links, Ticketing – von jedem Smartphone lesbar
PDF417Gestapelter 2D-CodeAusweise, Frachtpapiere, Behördendokumente mit größeren Datenmengen
Aztec-Code2D-CodeBahn- und Flugtickets, mobile Ticketing-Anwendungen
RFID / EPCFunktechnologiePulk-Erfassung ohne Sichtkontakt, Inventur, Behälter- und Palettenverfolgung
NFCFunktechnologie (Nahbereich)Authentifizierung, Gerätekopplung, interaktive Produktkennzeichnung
OCRTexterkennungDokumente, Typenschilder und Klartext ohne Barcode erfassen
Vision-SystemeKamerabasierte ErfassungQualitätskontrolle, Vollständigkeitsprüfung und Codelesen in einer Anlage

Welche Technologie die richtige ist, hängt von Branche, Datenmenge und Prozess ab – von der einfachen Artikelnummer im Handel bis zur serialisierten UDI-Kennzeichnung in der Medizintechnik. Die Details zu jedem Begriff finden Sie in den Einträgen oben.