OCR
OCR (Optical Character Recognition) ist die maschinelle Erkennung von Klarschrift: Eine Kamera erfasst gedruckten Text, die Software wandelt ihn in digitale Zeichen um. Im Auto-ID-Umfeld erschließt OCR alles, was keinen Code trägt – Typenschilder, Seriennummern, Lieferpapiere oder die maschinenlesbare Zone (MRZ) von Ausweisdokumenten.
Moderne MDE-Geräte und Scan-Engines bringen OCR zunehmend als Zusatzfunktion mit: Der Mitarbeiter zielt auf ein Typenschild, das Gerät liest die Seriennummer als Text – ohne Abtippen. Für maschinenoptimierte Anwendungen existiert die genormte Schriftart OCR-B, die Verwechslungen (0/O, 1/l) minimiert.
Gegenüber dem Barcode bleibt OCR die zweite Wahl, wo man die Kennzeichnung selbst bestimmt: Ein Code ist schneller, robuster und prüfziffergesichert. OCR spielt seine Stärke aus, wenn die Beschriftung bereits existiert und nicht veränderbar ist.
Verwandt, aber einfacher ist OMR (Optical Mark Recognition) – das Erkennen von Markierungen, etwa angekreuzten Feldern auf Formularen.
Verwandte Themen: MDE-Gerät · Barcode · Mobile Datenerfassung
Häufige Fragen
Wenn Objekte oder Dokumente bereits Klarschrift tragen, die Sie nicht ändern können – Typenschilder von Fremdgeräten, Ausweise, Altbestände. Bei eigener Kennzeichnung ist ein Code fast immer die zuverlässigere Wahl.
Bei sauberem Druck und geeigneter Beleuchtung sehr gut; kritisch sind verschmutzte, gravierte oder reflektierende Oberflächen. Wichtig ist eine Plausibilitätsprüfung im Prozess, da OCR keine Prüfziffer mitbringt.
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