Transportetikett (GS1-Logistiklabel)
Das GS1-Transportetikett (Logistiklabel) ist das genormte Etikett auf Paletten und Versandeinheiten. Sein Pflichtelement ist der SSCC als GS1-128-Barcode im untersten Segment; darüber stehen je nach Vereinbarung weitere Daten wie GTIN, Charge, Menge und Mindesthaltbarkeitsdatum – jeweils als Barcode plus Klarschriftzeile. Es verbindet die physische Palette mit dem elektronischen Lieferavis.
Der Aufbau folgt drei Segmenten: oben Freitext des Versenders (Absender, Empfänger, Logos), in der Mitte die Klarschrift der Dateninhalte, unten die Barcodes – mit dem SSCC immer im untersten Codeblock, damit er am Stapler auf konstanter Höhe scanbar ist.
Übliche Formate sind 105 × 148 mm (A6) für den SSCC-Block allein und 148 × 210 mm (A5) für Etiketten mit mehreren Codeblöcken. Empfohlene Anbringung: auf mindestens zwei Seiten der Palette, in definierter Höhe.
Für den Druck gelten die GS1-Vorgaben zu X-Dimension (typisch 0,495 mm), Codehöhe und Ruhezonen – zuverlässig einzuhalten mit einem Industriedrucker ab 203 dpi und einer Etikettensoftware, die die GS1-Syntax beherrscht.
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Häufige Fragen
Zwingend ist nur der SSCC als GS1-128 mit Klarschrift. Alles Weitere – GTIN, Charge, MHD, Mengen – richtet sich nach der Vereinbarung mit dem Empfänger, im Handel meist nach dessen Lieferantenhandbuch.
GS1 empfiehlt je ein Etikett auf Stirn- und Längsseite, Unterkante der Barcodes zwischen 400 und 800 mm über dem Boden – so bleibt der SSCC für Stapler- und Torscanner in konstanter Lesehöhe.
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