X-Dimension
Die X-Dimension ist die nominale Breite des schmalsten Elements eines Barcodes – beim 1D-Code der schmalste Balken, beim 2D-Code die Kantenlänge eines Moduls. Sie ist das Grundmaß, aus dem sich alle anderen Elementbreiten ableiten, und bestimmt gemeinsam mit der Druckauflösung, wie klein ein Code gedruckt und aus welcher Distanz er gelesen werden kann.
Für sauberen Thermodruck muss die X-Dimension ein ganzzahliges Vielfaches der Punktgröße des Druckers sein: Bei 203 dpi ist ein Punkt 0,125 mm groß, bei 300 dpi 0,085 mm. „Krumme" X-Dimensionen zwingen den Drucker zum Runden – und genau dort entstehen unlesbare Codes.
GS1 definiert je Anwendung zulässige Bereiche: Der EAN-13 an der Kassa etwa 0,264–0,660 mm, der GS1-128 auf dem Transportetikett typischerweise ab 0,495 mm, damit er auch aus Distanz und in Bewegung gelesen wird.
Faustregel: größere X-Dimension = robusterer Druck und größerer Leseabstand, aber mehr Platzbedarf. Bei kleinen Etiketten führt der Weg deshalb über höhere Druckauflösung statt über eine zu kleine X-Dimension.
Verwandte Themen: Quiet Zone · Barcode-Verifier · Etikettendrucker
Häufige Fragen
GS1 empfiehlt für den GS1-128 auf Transportetiketten typischerweise 0,495 mm (bei 203 dpi: 4 Druckpunkte je Modul). Damit bleibt der Code auch mit Distanzscannern am Stapler zuverlässig lesbar.
Meist passt die X-Dimension nicht zum Punktraster des Druckers. Lösung: X-Dimension auf ein Vielfaches der Punktgröße legen oder auf einen 300-dpi-Druckkopf wechseln.
Unsicher, was zu Ihrem Prozess passt?
Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.
