Bestandsaufnahme im Lager: worauf es ankommt
Eine Bestandsaufnahme ist selten schwierig – sie ist meist nur schlecht vorbereitet. Wer die Vorarbeit ernst nimmt, zählt in Stunden statt in Tagen.
Die Vorbereitung entscheidet über alles Weitere: Lagerplätze müssen eindeutig gekennzeichnet sein, Ware aufgeräumt und zugänglich, offene Buchungen abgeschlossen, angebrochene Gebinde geklärt. Jede dieser Aufgaben, die man in die Zählung hineinschleppt, kostet dort ein Vielfaches an Zeit.
- Vorbereiten: Plätze etikettieren, Lager aufräumen, offene Buchungen abschließen, Zählteams und Bereiche festlegen.
- Stichtag und Zählstopp festlegen: Klar definieren, ab wann keine Bewegungen mehr gebucht werden – sonst zählt man gegen einen wandernden Bestand.
- Zählen per Scan: Platz scannen, Artikel scannen, Menge erfassen. Zwei Personen je Team beschleunigen und reduzieren Fehler.
- Differenzen prüfen: Nur auffällige Plätze nachzählen. Ursache dokumentieren, nicht nur die Zahl korrigieren.
- Auswerten und verbessern: Wo Differenzen entstanden sind, liegt fast immer ein Prozessproblem – dort ansetzen, damit die nächste Zählung leichter wird.
Beim Zählen selbst ist die mobile Erfassung der größte Hebel: Lagerplatz scannen, Artikel scannen, Menge eingeben. Keine Zettel, kein Abtippen, keine unleserlichen Notizen. Differenzen zeigt das System sofort, sodass die Nachzählung nur die auffälligen Plätze betrifft statt das halbe Lager.
Die typischen Fehlerquellen sind immer dieselben: Ware in Bewegung während der Zählung, doppelt gezählte Plätze, unklare Einheiten (Stück, Karton, Palette) und Bestände, die physisch da sind, aber schon verkauft. Ein sauber definierter Stichtag, ein Zählstopp für Bewegungen und eindeutige Mengeneinheiten räumen die meisten davon aus.
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Häufige Fragen
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Mit permanenter Inventur: Das System erzeugt laufend kleine Zählaufträge, gezählt wird nebenher. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Lagerbuchführung, wie sie ein WMS mitbringt.
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