Ratgeber

Warum jedes Lager ein Barcode-System braucht

Kein Lagerprojekt scheitert daran, dass die Software zu wenig kann. Es scheitert daran, dass niemand eindeutig sagen kann, welcher Artikel gerade wo liegt. Genau das löst ein Barcode-System.

Ein Barcode ist nichts anderes als eine maschinenlesbare Nummer. Der Nutzen entsteht nicht durch den Code selbst, sondern dadurch, dass jeder Lagerplatz, jeder Artikel und jeder Behälter eine eindeutige Identität bekommt – und dass diese Identität in Sekundenbruchteilen fehlerfrei erfasst werden kann. Die Tippfehlerquote bei manueller Eingabe liegt in der Größenordnung von einem Fehler pro hundert Zeichen; ein gescannter Code liegt um Größenordnungen darunter.

Im Alltag ändert das drei Dinge. Erstens werden Buchungen dort erzeugt, wo die Bewegung passiert, statt später am Schreibtisch – der Bestand stimmt in Echtzeit. Zweitens wird jeder Griff verifiziert: falscher Artikel oder falsche Menge fallen sofort auf. Drittens verschwinden die Suchzeiten, weil das System weiß, wo etwas liegt, statt dass Erfahrung im Team die Ortskenntnis ersetzt.

Der Einstieg ist kleiner als viele erwarten: Lagerplätze etikettieren, Artikel kennzeichnen, eine Handvoll Geräte, Anbindung an das bestehende System – und ein Pilotbereich, an dem sich der Effekt messen lässt. Alles Weitere baut darauf auf, von der Kommissionierung über die permanente Inventur bis zu RFID.

Was sich mit einem Barcode-System ändert
BereichVorherNachher
BestandsgenauigkeitSchätzung, regelmäßige DifferenzenÜber 99 % auf Platzebene erreichbar
BuchungszeitpunktAm Schichtende per BelegIn Echtzeit beim Scan
FehlgriffeFallen beim Kunden aufFallen sofort am Gerät auf
EinarbeitungOrtskenntnis nötigSystem führt, auch neue Kräfte
InventurJahres-KraftaktLaufend nebenher möglich

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Häufige Fragen

Die Kennzeichnung von Plätzen und Artikeln plus einige mobile Geräte und die Anbindung – für einen abgegrenzten Bereich meist ein überschaubarer Betrag, der sich über gesparte Nacharbeit und Retouren schnell trägt. Wir kalkulieren das anhand Ihrer Mengen.

Für interne Kennzeichnung reicht meist Code 128. Sobald Handelspartner im Spiel sind, gelten deren GS1-Vorgaben – dann werden GTIN und GS1-128 zum Standard. Auf sehr kleinen Teilen ist DataMatrix die richtige Wahl.

Unsicher, was zu Ihrem Prozess passt?

Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.