Glossar

Charge (Lot)

Eine Charge (englisch Lot oder Batch) ist die Menge eines Produkts, die unter einheitlichen Bedingungen gefertigt wurde – ein Produktionslauf, ein Ansatz, ein Tag. Die Chargennummer identifiziert diese Menge und wird im GS1-System mit dem Application Identifier (10) im Barcode mitgeführt. Sie ist die zentrale Einheit der Rückverfolgbarkeit unterhalb der Seriennummer.

Im Lager bedeutet Chargenführung: Jede Bewegung wird nicht nur artikel-, sondern chargenscharf gebucht. Das ermöglicht FIFO- und FEFO-Strategien (First In / First Expired, First Out), chargenreine Kommissionierung und im Ernstfall die präzise Sperrung einzelner Chargen statt des ganzen Bestands.

Auf dem Etikett wandert die Charge als variables Datum in den GS1-128 oder GS1 DataMatrix – gedruckt im Moment des Prozesses, nicht vorproduziert. Genau dafür sind Etikettensoftware mit ERP-Anbindung und Thermotransferdruck die Standardwerkzeuge.

Die Disziplin entscheidet: Eine Charge, die im Wareneingang nicht erfasst wird, fehlt später in jeder Auswertung. MDE-gestützte Prozesse erzwingen die Erfassung dort, wo sie entsteht.

Verwandte Themen: Traceability · Application Identifier · Seriennummer

Häufige Fragen

Die Charge identifiziert eine Fertigungsmenge, die Seriennummer das einzelne Stück. Viele Produkte tragen beides: die Charge für den Rückruf, die Seriennummer für Garantie und Einzelnachweis.

Im GS1-System über den Application Identifier (10) im GS1-128 oder GS1 DataMatrix – als variables Feld, das die Etikettensoftware beim Druck aus dem ERP übernimmt.

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