Seriennummer
Die Seriennummer identifiziert ein einzelnes Exemplar eines Produkts – im Unterschied zur Charge, die eine ganze Fertigungsmenge bezeichnet. Im GS1-System wird sie mit dem Application Identifier (21) kodiert; zusammen mit der GTIN ergibt sie die SGTIN, die das Stück weltweit eindeutig macht – die Grundlage von Serialisierung in Pharma, Elektronik und Asset-Management.
Serialisierung ist überall dort Pflicht oder Standard, wo das Einzelstück zählt: verschreibungspflichtige Medikamente (Fälschungsschutz), Medizinprodukte über den UDI-PI, hochwertige Elektronik für Garantie und Diebstahlschutz, Werkzeuge und Geräte im Asset-Management.
Für den Druck heißt Serialisierung: Jedes Etikett ist ein Unikat. Die Etikettensoftware zieht die Nummern aus einem Nummernkreis oder dem ERP, druckt sie als DataMatrix oder GS1-128 und protokolliert, welche Nummer wann verdruckt wurde – Doppelvergaben sind der Alptraum jedes serialisierten Prozesses.
Auf RFID-Tags übernimmt der EPC die Rolle der serialisierten Identität; SGTIN im Chip und gedruckter Code auf dem Smart Label bilden dasselbe Stück in beiden Welten ab.
Häufige Fragen
Wenn das einzelne Stück nachweisbar sein muss: gesetzlich (Pharma-Serialisierung, UDI), vertraglich (Automotive-Bauteile) oder wirtschaftlich (Garantieabwicklung, Leihgeräte, Assets). Für reine Rückrufszenarien genügt oft die Charge.
Im GS1-System über den AI (21), meist kombiniert mit der GTIN (01) in einem GS1 DataMatrix – kompakt genug auch für kleine Produktetiketten.
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