MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum)
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine spezifischen Eigenschaften behält. Auf Handels- und Logistikeinheiten wird es zusätzlich maschinenlesbar codiert – im GS1-System als Application Identifier 17 (JJMMTT).
Für den Verbraucher steht das MHD im Klartext auf der Verpackung („mindestens haltbar bis…"). In der Lieferkette braucht es die maschinenlesbare Form: Im GS1-128 auf dem Karton- oder Palettenetikett trägt der Application Identifier 17 das Datum als sechsstellige Ziffernfolge JJMMTT – so können Wareneingang und Lager das MHD scannen statt abtippen.
Der Druck ist fast immer variabel: Das MHD entsteht erst bei Produktion oder Verpackung und wird im Takt der Linie gedruckt – per Thermotransfer-Direktintegration, Etikettendrucker am Arbeitsplatz oder Print & Apply. Vorratsetiketten mit vorgedrucktem Datum sind ein klassisches Fehlerrisiko.
Im Lager wird das MHD zum Steuerungsdatum: FEFO (First Expired, First Out) lagert nach Restlaufzeit aus, Handelsketten fordern Mindest-Restlaufzeiten bei Anlieferung. Voraussetzung ist, dass das Datum beim Wareneingang miterfasst wird – am einfachsten per Scan des GS1-128.
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Häufige Fragen
Im GS1-128 (und GS1 DataMatrix) als AI 17 mit sechs Ziffern JJMMTT – der 31. Dezember 2027 wird zu 271231. Ist nur der Monat bestimmt, steht der Tag als 00. Unser GS1-128-Generator prüft das Format automatisch.
Das MHD ist eine Qualitätsangabe – danach ist die Ware nicht automatisch schlecht. Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis") gilt für leicht verderbliche Ware und ist eine harte Grenze. Auf GS1-Ebene existieren getrennte AIs (17 bzw. 16/15 je nach Verwendung).
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